Unsere weit entfernteste Insel unter den Istanbuler Inseln ist die Insel Sivri, sie hat eine Pyramide ähnliche Form. Der ehemalige Name der Insel, die von der Spitze eines im Meer emporsteigenden Berges entsteht und 90 m hoch ist, lautet „Oxia“. Auf der Insel befindet sich an der südlichen Seite ein Süßwasserbrunnen und ein kleiner Hafen, der von den Seglern benutzt wird, der nächste Nachbar ist die 1,7 Km entfernte Insel Yassı.
Die Insel Sivri, die auch als die Insel Hayirsiz bekannt ist, befindet sich mitten in einem fruchtbaren Gebiet an Meeresfrüchten. Auf dem Hügel befindet sich ein Leuchtturm. Die Insel wurde in der byzantinischen Zeit auch wie die anderen Inseln als Verbannungsort benutzt und hat auch die zurückgezogenen byzantinischen Geistlichen lange Jahre bewirtet. Das Sivriada Kloster, dessen Existenz seit dem 10. Jh. vermutet wird, wurde dem Engel Michael gewidmet und ist einer der wichtigsten historischen Ruinen, die uns bis zum heutigen Tage erreicht haben. Das Kloster als unlebendiger Zeuge von den verbannten Sträflingen auf die Insel und den zurückgezogenen Mönchen, die in Einsamkeit und qualvollen Tagen hier gelebt haben, lebt in gleicher Einsamkeit auf der seit langer Zeit unbewohnten Insel, seine letzten Tage. 1911 wurden die Straßenhunde von Istanbul hier auf die Insel ausgesetzt, was in den Seiten der Geschichte als letzte Verbannung eingraviert werden sollte und das große Erdbeben, das in Istanbul erlebt wurde, führte man auf die Grausamkeit die man den Hunden zugetraut hatte zurück, die nachdem sie auf der Insel aussetzte aus Hungersnot sich aufgefressen hatten.