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Istanbul vor der Eroberung

Das vorgeschichtliche Zeitalter

Die Geschichte Istanbuls reicht 300 tausend Jahre zurück. Bei den in der Yarımburgaz Höhle am Rand des Küçükçekmece Sees durchgeführten Ausgrabungen ist man auf erste Spuren der menschlichen Kultur gestoßen. Man nimmt an, dass in jener Zeit Menschen der neolithischen und Kalkolitischer Perioden in der Umgebung des Sees lebten. Bei den zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführten Ausgrabungen wurden in der Nähe von Dudullu Werkzeuge aus der niedrigen Paläolithikum Periode gefunden, während in der Nähe von Agaclı Werkzeuge entdeckt wurden, die typisch für die mittlere und obere Paläolithikum Periode sind . Es wird angenommen, dass seit den Jahren 5000 vor allem in Kadıköy Fikirtepe, daneben auch in Çatalca, Dudullu, Ümraniye, Pendik, Davutpaşa, Kilyos und Ambarlı eine dichte Besiedelung stattgefunden hat. Jedoch wurden die Fundamente des heutigen Istanbuls im 7. Jh. v. Chr. gelegt. Die Stadt wurde im 4. Jh. n.Chr. von Kaiser Konstantin neu errichtet und zur Hauptstadt gemacht; seitdem war sie annähernd 16 Jahrhunderte lang die Hauptstadt der Römischen, Byzantinischen und Osmanischen Epochen. Während Istanbul in der Zeit Kaiser Konstantins eines der Zentren des Christentums war, wurde sie nach ihrer Eroberung im Jahr 1453 durch die Osmanen als einer der wichtigsten Städte des Moslems gezählt.

Das Byzantinische Zeitalter (660 v.Chr.- 324 n.Chr.)

Die Megaren, die aus Griechenland kamen, überquerten 680 v.Chr. das Meer von Marmara, erreichten Istanbul und gründeten im heutigen Kadıköy die von ihnen Halkedon genannte Stadt. Die Bevölkerung von Halkedon, das als „Land der Blinden“ bezeichnet wurde, betrieb Landwirtschaft. In den Jahren 660 v. Chr. gründete ein anderer Zweig der Megaren unter ihrem thrakisch stämmigen  General Byzanz eine  andere Stadt an dem Ort, an dem sich heute Sarayburnu befindet. Die Megaren, die der Sage nach dem Hellseher des Delphi Tempels gehorchend diesen Ort wählten, nannten die Stadt nach dem Namen ihres Generals „Byzantion“. Da man weiß, dass in dieser Gegend vor den Megaren einige thrakische Stämme lebten, nimmt man an, dass die Megaren sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischte. Byzantion, das viele Invasionen hinnehmen musste, wurde 269 v.Chr. von den Bithyniern geplündert und besetzt. Im Jahre  202 v.Chr. fürchtete sich Byzantion vor den Mazedoniern und bat Rom um Hilfe. Ab dieser Zeit begann der Einfluss des Römischen Reiches in der Stadt und 146 v.Chr. kam die Stadt unter die Herrschaft Roms. Die Stadt, die zuvor ein Verwaltungsdasein führte, wurde später ein Teil der  Provinz Bithynia-Pontus. So endete ihr 700 jähriger Stadtstaat-Status.  Im Jahre 73 wurde Byzantion an Roms Provinz Bithynia-Pontus gebunden. Kaiser Vespasianus trug zur Entwicklung der Stadt bei. Als das Jahr 193 erreicht wurde, belagerte der römische Kaiser Septimus Severus das die Parther unterstützende Byzantion, plünderte es und lies die Stadtmauern zerstören. Später lies er die Stadtmauern neu errichten und die Stadt wieder aufbauen. Die Straßen wurden durch neue Gebäude neu geordnet. Der Bau des Hippodroms wurde begonnen. 269 wurde die Stadt nun von den Goten überfallen. Die siegenden Goten errichteten ihre Säulen an einem Ort nahe der Meeresküste. Im Jahre 313 eroberten Nicomedianer die Stadt. Konstantin I. gewann die Schlacht gegen die Nicomedianer und eroberte die Stadt zurück.

Das Zeitalter des Römischen Reiches (324 - 395)

Byzantion wurde zum Verwaltungszentrum des östlichen Teils des römischen Reiches gewählt. Diese neue Position bestimmte die wichtige Rolle der Stadt in der Weltkultur und -politik. Konstantin I. (324-337) rief die römischen Aristokraten nach Byzantion und erhöhte so den römischen Bevölkerungsanteil in der Stadt. Eine der neuen Hauptstadt gebührende Bebauungsanstrengung  wurde begonnen. Häfen und Wasseranlagen wurden neu angeordnet. Die Fundamente der Wasserverteilungssysteme innerhalb der Stadt wurden gelegt. Eine neue Stadtmauer wurde zu Verteidigungszwecken errichtet. Der von Septimus Severius begonnene Bau des Hippodroms wurde vollendet. Die Breite des 100 tausend Menschen fassenden Hippodroms betrug 117, seine Länge hingegen 480 Meter. Auf den Mauern befanden sich zahlreiche schmückende Statuen. Die wichtigsten unter ihnen waren die Pferdestatuen. Mit der Besetzung der Stadt durch die Latiner wurden diese Pferdestatuen nach Venedig, auf den Sankt Markus Platz verschleppt. Am Hippodrom (der Sultanahmet Platz) wurden der Kaiserpalast (das Gebiet, in dem sich die Sultanahmet Moschee befindet) und monumentale Gebetsstätten sowie die Akropolis (Gebiet, in dem sich der Topkapı Serail befindet) errichtet. Konstantin I identifizierte die Stadt, die anfangs den Namen Nea Roma (Neues Rom) erhielt, mit seinem eigenen Namen. Am 11 Mai 330 wurde der Name der Stadt als Konstantinopel ausgerufen. Konstanin I., der zuerst die Irenenkirche und danach im Jahre 360 die Hagia Sofia errichten lies, machte die Stadt zu einem für die christliche Welt wichtigen Zentrum.

Das Zeitalter des Byzantinischen Reiches (395 - 1204)

Nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im Jahre 476 wurde das Oströmische Reich zum Byzantinischen Reich und Istanbul wurde Hauptstadt dieses neuen Imperiums. Das 6. Jahrhundert ist für das Byzantinische Reich und für Istanbul der Anfang einer neuen Aufstiegsepoche. In dieser von Kaiser Justinianus I. regierten Epoche wurde die zuvor zerstörte Hagia Sofia in ihrer heutigen Erscheinung neu errichtet und die Spuren der im Jahre 543 in der Stadt aufgetreten Pestseuche, die der Anlass für den Tod der Hälfte der Stadtbevölkerung gewesen war, wurden beseitigt.

Das 7., 8. und 9. Jahrhundert waren für Istanbul Belagerungsjahre. Die Stadt wurde im siebten Jahrhundert von den Sasaniden und Avaren angegriffen, im achten Jahrhundert wurde sie von den Bulgaren und moslemischen Arabern und im neunten Jahrhundert von den Russen und Bulgaren belagert. 1204 wurde die Stadt von den Kreuzrittern erobert und geplündert. Nach dieser Besetzung und Plünderung wurde die größte Stadt des Mittelalters zu einer verarmet Stadtruine mit einer Bevölkerung von 40-50.000 Menschen.

Besetzung durch die Latiner (1204 – 1261)

Istanbul lernte die Kreuzritter zum ersten Mal 1096 kennen. Kaiser Alexios freute sich über das Eintreffen der ersten Kreuzritter, da er hoffte durch sie die 1071 verlorene Stadt Malazgirt zurückgewinnen zu können. Angeblich sollten die von den Moslems zurückeroberten Gebiete an Byzanz abtreten werden und Byzanz sollte die Kreuzritter unterstützen. Jedoch hielten die Kreuzritter nicht ihr Wort und gründeten 1099 das Latinische Königreich Jerusalem. Die Bevölkerung von Istanbul mochte niemals die Kreuzritter und reagierte ständig negativ. In der Zwischenzeit wurden die Kreuzzüge fortgesetzt und der vierte Kreuzzug endete mit der Besetzung und Teilung Istanbuls.

In dieser Zeit herrschte in Byzanz ein Kampf um den Thron. Die Kreuzritter, die hier die Gunst der Zeit erkannten, drangen mit der Hilfe der Venezier ins Goldene Horn ein. Der Angriff begann am 9. April und am 13. April 1204 wurde die Stadt erobert. Istanbul wurde drei Tage lang mit einer noch nie zuvor gesehenen Barbarei geplündert und die Menschen wurden niedergemetzelt. Alle monumentalen Gebäude, unter diesen auch die Hagia Sofia wurden zerstört, Jahrhunderte alte Handschriften wurden verbrannt. Viele wertvolle byzantinische Werke wurden nach Europa verschleppt. Nach diesen drei Tagen wurde die Plünderei zu einer regelmäßigen Gewohnheit und Byzanz wurde zwischen den Kreuzrittern und Venezianern aufgeteilt und so ein Latinisches Imperium gegründet.

Nach dieser Zeit begann Istanbul beständig zu schrumpfen und zu verarmen. Die Aristokraten und Reichen der Stadt wanderten nach Iznik aus. Das Latinische Imperium konnte nur eine Herrschaft über Istanbul und seine Umgebung aufbauen. In Iznik (Nikiea), Trabzon und Ephiros in Griechenland entwickelte sich ein byzantinischer Widerstand. Als man das Jahr 1254 erreichte, war das Latinische Imperium von allen Seiten umzingelt. In der Zwischenzeit war Istanbul sehr verarmt und der latinische Kaiser Baudouin  II. hatte sogar begonnen, die hölzernen Bereiche des Palastes als Heizmittel zu verwenden, um sich zu wärmen. Am Ende eroberte das Kaisergeschlecht der Palailogos im Jahre 1261 Istanbul zurück und beendete so die Latinische Epoche in Istanbul.

Das zweite Byzantinische Zeitalter (1261 – 1453)

Das zweite Byzantinische Zeitalter in Istanbul beginnt in dem Zeitpunkt, in dem das Kaisergeschlecht der  Palailogos im Jahre 1261 Istanbul von den Latinern zurückerobert. Jedoch konnte Istanbul in dieser Epoche ihre einstmalige Bedeutung und Besonderheit nicht mehr zurückgewinnen. Die Stadt, deren Reichtum von den Latinern  vollständig geplündert worden war, hatte in diesem Prozess ihre Bedeutung als Handelszentrum ganz verloren. Die negativen Auswirkungen dieser Situation dauerten während des ganzen zweiten Byzantinischen Zeitalters an und Istanbul, das seine gesamten Handelsüberlegenheiten an Galata verloren hatte, sollte nun zu einer von der Landwirtschaft lebenden und von Mauern umgebenen Stadt werden. Durch die von ihr während jener Epoche erworbenen Privilegien wurde Galata zu einer Stadt, die bedeutender als Istanbul war.

Eine positive Entwicklung für Istanbul während des zweiten Byzantinischen Zeitalters war die Beendung des Konfessionsstreits. In dieser Epoche wurde Istanbul zu einem unbestreitbaren Zentrum des orthodoxen Christentums; außerdem erlebte die byzantinische Kunst ihre reifste Zeit. Die in jenen Jahren in die Kariye (Chora) Kirche eingearbeiteten Mosaiken werden als der Höhepunkt byzantinischer Kunst angesehen.

Das zweite Byzantinische Zeitalter ist zu gleichen Zeit der Prozess, in dem Istanbul von den Osmanen mit einem sich ständig verengenden Kessel umgeben und langsam aber sicher erobert wird. Byzanz, d.h. Istanbul begann ab 1373 den Osmanen Abgaben zu zahlen. Im Jahre 1393 belagerte Sultan Yıldırım Beyazid und im Jahre 1422 belagerte Sultan Murad II. Istanbul, jedoch blieben beide erfolglos. Ab dem Zeitalter von Orhan Gazi  gelangte die anatolische Küste des Bosporus in die Hände der Osmanen. In gleicher Weise wurde im 15. Jahrhundert außer einigen unwichtigen Kleinstädten ganz Thrazien erobert.

Aus diesem Grund waren die byzantinischen Kaiser im 15. Jahrhundert gezwungen, die römische Kirche ständig um Hilfe zu bitten. Jedoch verlangte das Papsttum, dass das Reich sich unter seiner Autorität vereinigen sollte. Byzanz musste sich 1452 dieser Forderung fügen. Der Wunsch, diese Vereinigung in der Hagia Sofia zu feiern, rief  schwere Reaktionen und Proteste hervor. Durch die Eroberung Istanbuls im May 1453 ging das Byzantinische Reich unter. Jedoch begann mit ihrer Eroberung für Istanbul eine neue und blühende Epoche.


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