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Dersaadet und drei verschiedene ISTANBUL

Istanbul, auch Dersaadet genant, wurde bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts in dem Verwaltungsbau und aus richterlicher Sicht in vier verschiedene Teile getrennt. Der erste davon ist, unter Zuständigkeit vom Kadi (Richtersamt) von Istanbul stehender und als Staatszentrale von Metropole Istanbul gesehener Surici. Aus Galata, Üsküdar und Eyüp zusammengesetzte Bilad-i Selase sind Landkreise dieser Metropole. Bilad-i Selase heißt „drei Landkreise“ und wurde von drei verschiedenem Kadi (Richter) verwaltet.

Diese Teilung brachte aber nicht nur eine verwaltungsmäßige- und richterliche Trennung, zeigte neben dem auch einen soziologischen- und kulturellen Unterschied. Diese vier verschiedene, aber zusammen in Harmonie eine Gesamtheit darstellende Teilung in derselben Stadt von Dersaadet bildete vier verschieden Welten. Dieser vierteiliger Bau kommt zugleich unter  den Faktoren, die den soziologischen- und kulturellen Bau von Istanbul bereichern und am Leben halten, an erster Stelle.

SURİCİ

Ist der älteste Teil von Istanbul. Er grenzt im Norden an Halic, im Osten an Bosphorus und im Süden an Marmara Meer. Einzige Landstraßenverbindung ist im Westen und da, rundherum mit von der Byzantinischen Zeit gebliebenen Trümmern der Staatsmauern umgeben ist wird sie als Surici (innere der Staatsmauern) genannt.

Surici ist, von dem Byzantinischen Herrscher Konstantin gebauter und vom Fatih Sultan Mehmet eroberter eigentlicher Stadt Istanbul. Nach der Eroberung wurde Sitz der Staatsregierung hierher gebracht; so blieb dieser als Herrschers Sitz gegründete Stadt führte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts sein Dasein. Vielleicht wegen dieser Charakteristik von Surici, führten die Ottomanischen Herrscher, so lange sie da wohnten, ihre Erfolge weiter.

Wenn man den Topkapi Serail untersucht sieht man, daß es nicht im sinne eines klassischen Serails ist, sondern mehr einem großen Zelt oder einem Feldlager für eine Armee der jederzeit zum Angriff bereit ist, ähnelt. Auf der anderen Seite befindet sich Sitz der Staatsbürokratie von Babiali auch in Surici. Dieser Ort ist ein, in dem von Zeit zu Zeit Razzien und Unruhen entstehender, wichtiger politischer Ort geworden. Ab Anfang des 19.JH ist Babiali zur Zentrale von Medien geworden, sehr viele Ottomanische Intellektuelle wuchsen hier und auch in dem berühmten Cafe Meserret wurden mehrmals sehr lebhafte Diskussionen geführt worden.

Obwohl die Ottomnaischen Herrscher ihre Paläste von Surici zu den Ufern vom Bosphorus getragen haben, blieb Babiali dennoch in Surici. Dieser Ort trug immer die Haltung einer politischen Zentrale.

In der Ottomanischen Zeit durfte nur Iran, weil sie Mohammedaner waren, ein Konsulat in Surici öffnen, die westlichen Katholiken kamen da nicht ran; Das Volk von Surici bestand immer aus nationalen Mohammedanern und Katholiken. Auch die Juden aus Balat müssen dazu gezählt werden.

Die Bewohner von Surici war in der Eroberungsperiode auf 50 tausend gefallen und hatte seine alte Pracht verloren. Mit den Mühen der Ottomanen lebte es wieder auf und seine Bewohnerzahl stieg im 16. JH bis über 500 tausend. Dazu haben die Herrscher, Serailbewohner und andere Leute haben versucht Surici mit verschiedenen architektonischen Kunstwerken zu schmücken; sie wetteiferten miteinander um die typische Silhouette einer Moschee, die  Charakteristik des Islams der Stadt zu verleihen. Es wurden mehrere Moscheen, Herberge, Bäder, Wohltätigkeits- und Bildungsinstitute gegründet. Der berühmteste und älteste davon ist, in dem Fatih Universitätskomplex befindlicher, nach dem alten Namen Sahn-ı Seman genannte Medrese (Koranschule). Auch die, in der Süleymaniye Medrese befindlicher Mesihat vollendet die Charakteristik  von Surici als religiöses Zentrum.

Schauen wir mal weg, von den aus Stein und Marmor gebauten, den Surici beschmückenden  Denkmälern und drehen die Augen etwas zu den Gebieten in denen die Einwohner wohnen. Auf den beiden Seiten der engen aber gemütlichen kleinen Gassen befindlichen Holzhäuser mit gewölbtem Gitterfenster ist das typische Aussehen von Gegenden der Surici. Wie der Dichter Mehmet Akif äußerte, diese aus Holzhäusern gegründete Gassen die „gemeinsam auf den Beinen zu bleiben versuchen, ihren Zustand damit zeigen dennoch zum beten an Gott aufrecht stehen“ müssten jahrhunderte lang immer mit ernsten Gefahren leben. Feuerbrand war eine Katastrophe den Surici sehr oft erleben musste.

Da, die ausgebrochenen Feuerbrände sehe schnell und sehr leicht sich ausbreitete, brannten große Gebiete im nu ab. Das Feuer fing meistens in Cibali, im Hafen in dem mehrere brennbare Stoffe abgeladen werden, an und weitete sich je nach der Windlage in Richtung Unkapani, Fatih, Aksaray oder brannte Kapalicarsi (Gran Bazaar) nieder und weitete sich in Richtung Sultanahmet. Gegen Feuer gab es lange Zeit nur eine einzige Maßnahme: Volksfeuerwehrmänner.. Volksfeuerwehrmänner, die ihre Wasserpumpen am Rücken trugen und rennend zum Brandplatz gehen, hatten in Surici eine interessante Feuerfolklore gebildet. Die volkstümlichen Gedichte die die Feuerwehrmänner singen, die Geschichten der Mädchen die sich in diese Feuerwehrmänner verliebt haben, sind ein Teil dieser Folklore.

Eine andere folkloristische Charakteristik von Surici waren die kleinen Strolche. Speziell in der Stockungszeit der Ottomanen die öffentliche Ordnung in der Stadt aus verschiedenen Gründen sich verschlechterte, waren die in der Stadt herangewachsenen kleinen Schurken waren eigentlich keine einfachen Ganoventeam. Deren Aufgabe war den Anstand der Ortschaft zu schützen. Es wurde bemerkt, daß manchmal von den religiösen Scheichs kommenden Gelehrten diesen Ganoventrupp leiteten, sie sich unter denen mischten und Straßenschlacht führten.

Gleichzeitig ist Surici auch ein Handelszentrum… Das Zentrum des Handels waren in verschiedene Zentralteile von Surici verteilte Herberge und Einkaufsplätze. Die berühmteste davon ist Kapaşicarsi (Grandbazaar). Dieser Gebäudekomplex, die sich von Beyazıt bis nach Nuruosmaniye weiteten, wuchs in der glorreichen Zeit zusammen mit den Ottomanen; und in der Untergangszeit verlor er seine Dominanz an Galata. Die reichen Mohammedanischen Händler, die in den glorreichen Zeiten Handelsgeschäfte tätigken nannte man „Bazargan“. Diesen Titel zu erwerben war sehr schwer. Dafür müsste ein Händler Überseehandel betreiben, noch seine Schulden fristgerecht bezahlen und auch einen Teile seines Ertrages für Wohltätigkeiten aufheben.

Jawohl… Mit seinen Denkmälern, Palästen, dem Babiali, mit engen Gassen geschmückten Ortschaften, dem Grandbazaar und anderen Eigenschaften ist Surici, Ottomane. Wuchs und gewann an Wichtigkeit mit Ottomanen. As es mit dem Ottomanenreich berg ab ging, verlor auch er seine Wichtigkeit. Heute ist er viel mehr, als ein historischer und touristischer Ort, ein Zeuge der Geschichte.

GALATA

Liegt am nördlichen Ufer von Halic (Goldener Horn) Bis zum 19. Jahrhundert blieb Galata umgeben von Staatsmauern, die die Genueser gebaut hatten. Diese Staatsmauern fingen vom Ufer des Goldenen Horns der Azapkapi an. Galata Turm war, der Überwachungsturm der am Nordende der Staatsmauern stand und die Staatsmauern gingen von hier aus bis nach Tophane. In der byzantinischen Zeit war sein Name „Sykai“ (Feigenplantage). Auch wurde es wie im griechischen „Peran en Sykais“ „gegenüber liegende Feigenplantage“ genannt. Der Name „Pera“, das von den Levantinern gebraucht wurde, kommt auch davon. Dagegen wird angenommen, dass Galata aus dem griechischen „Galaktos“ (Milch) oder dem italienischen „Catala“ (Treppenstraße) stammt.

Galata ist der europäische Teil von der ottomanischen Stadt Istanbul. Ohnehin ist es seit der Gründung her immer europäisch gewesen. Es wurde gleich neben dem Konstantinopel, der Hauptstadt der östlicher und Orthodoxer Byzantinischer Reich, als eine westliche und lateinische Kolonie gegründet. Deren Verwaltung wechselte von Zeit zu Zeit zwischen den Genuesern und Venezianern aber es blieb immer Latein und katholisch. Nach Eroberung von Istanbul änderte es sich die Lage auch kaum. Zwar hatte Fatih Sultan Mehmet, damit es nicht mehr Latiner ist, Griechen und Juden in Galata angesiedelt. Nur ist es immer noch neben der islamischen Hauptstadt ein nicht islamischer Ort.

Daher, der Name “das Gegenüber” (peran) von Galata hat nicht nur die Bedeutung, er wäre auf der anderen Uferseite. Zugleich heißt es auch kulturell auf der anderen Seite zu sein. Es blieb nicht nur damit, Galata nahm von Zeit zu Zeit neben den Feinden der Stadt Istanbul Platz. Ja, Galata kann auch hintergehen. Das erste Mal begann diese Hinterziehung im Jahr 1204 als die Latiner Istanbul besetzten. Galata gab den Latinern bei dieser Besetzung Hilfe und Unterschlupf, damit wurde Istanbul barbarisch ausgeplündert und ausgeraubt. Dies bereitete den Niedergang von byzantinischem Reich. Galata blieb den Ottomanen nicht treu. Galata ist eine wichtige Zentrale gewesen, die zur Ausführung der wichtigen Kapitulationen für den Niedergang der Ottomanen geführt hat. Ab dem 19.JH wird das Ottomanische Reich durch  die Galata Banker unter großer Schuldlast getrieben und ökonomisch ausgeplündert. Wieder die Banker aus Galata unterstützten, die randalierenden Griechen finanziell.

Galata ist seit seiner Gründung eine sehr lebhafte Handelszentrale. Mit seinen Bars, die auch unter dem mohammedanischen Volk sehr bevorzugt wurde, wurde er auch zum Zentrum des Nachtlebens. Dennoch erlebte Galata seine glorreichsten Tage ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zusätzlich zu den Kapitulationen wurden im Jahr 1839 durch die eingeleiteten Reformen der Tanzimat Periode, gewannen die Ausländer und Minderheiten zunehmend an Kraft, demnach vermehrten sie sich und wurden sehr schnell Reich in Galata. Daher, als die 1860 Jahre gekommen waren, wurden die Staatsmauern der Genuesern zu eng. Aus diesem Grund wurden die Staatsmauern zu dieser Zeit abgerissen und seit dem 15. Jahrhundert angesiedelter, heute bis zur Galatasaray Gymnasium sich weitende Istiklal Caddesi oder zu der Zeit als Grand Rue de Pera gennant, bekam eine Pracht, wie noch nie davor war. Am Anfang befanden sich hier die Botschaftsgebäude der fremden Länder und Kirchen. Diese Straße wurde voll mit den dahinter stehenden großen herrschaftlichen Wohnhäuser, Luxus Appartements, Einkaufszentrums, Vergnügungslokale und den Kulturplätzen, auch fing in kurzer Zeit um die Straße herum Ansiedlung der Wohnanlagen. Diese Ausdehnung von Galata, den die Levantiner als Pera nannten, würde das Volk später als Beyoglu bezeichnen. Die Unterbauprobleme dieser Ortschaft würden in sehr kurzer Zeit gelöst. Die Straßen wurden mit Steinbelägen gepflastert, Abwasserleitungen gebaut, Strom, Wasser und Naturgasleitungen angelegt, für Verkehrsverbindungen durch Pferde gezogene Straßenbahnen eingesetzt. Das wichtigste aber, der dritt älteste Untergrundbahn der Welt solle zu dieser Zeit in Galata eröffnet werden.

Auf der einen Seite ist Galata mit seinen Bankern und der Börse eine Finanzzentrale. Auf der anderen  Seite ist der Galata Port ist der regester Hafen von Europa und der internationaler Handel ist hier sehr lebhaft. Grand Rue De Pera oder Cadde-i Kebir ist neben dem Grand Bazaar zu einem zweiten Einkaufszentrum geworden, nicht nur die Levantiner auch die anderen, die sich bemühen westlicher zu sein zeigten den von Europa importierten Waren großes Interesse. Beyoglu ist mit den Cafes, Theatern, Bars, Opern, Kabaretts, der Restaurants mit europäischer Küche und den Konditoreien eine Vergnügungszentrale. In der Tazminat Periode war Galata, für die Ottomanen, die Pera artiges Leben zu einer Staatspolitik gemacht haben, bei der westpolitischen Elite auch eine große Schule. Nämlich die Ottomanischen Menschen lernten in Beyoglu, von den europäischen Lokalen und den Levantinern das essen, trinken, sich zu bekleiden-,   vergnügen- und sprechen wie die Westlichen, kurz sie lernten Westlich zu sein.

Galata war so kosmopolitisch, wie kein anderer Stadt von Europa. Speziell neben französisch wurden alle europäischen Sprachen gesprochen. Die Italiener, Deutschen, Franzosen, Engländer, Armenier, Griechen, Juden, Ungaren und Russen hatten aller eigenen Gemeinden. Nicht nur nach der Glaubensgemeinschaft, sondern auch nach dem ethnischen Bau hatte jede Gruppe seinen eigenen Gebetsplatz. Aus diesem Grunde stehen mehrere, unterschiedlichen Gruppen gehörende Kirchen und Sinagoge nebeneinander.

Zweifellos war in Galata auch mohammedanisches Volk ansässig. Galata Mevlevi Kloster, Arabisch Moschee und um dieser herum wohnende Araber aus Andalusien, Asmalı Mescit (Gebetshaus), Aga Moschee und Friedhöfe der Sahabe (Mitarbeiter des Propheten Mohammed) sind die, die man auf Anhieb nennen könnte. Nur reichte das alles nicht und Galata blieb weiterhin „unmohammedanisch“. Galata ist zugleich ein Ort, in dem viele verschiedene ausländische Lehrstätten ihre Tätigkeiten ausführen. Frankreich, England, Italien, Deutschland und Österreich haben in Galata Gymnasium gegründet. Dahin wurden neben Kindern der Levantiner und Minderheiten auch Kinder der reichen und adeligen mohammedanischen Familien geschickt. Mehrere Intellektuelle der Türkei und den Ottomanen sollten in diesen Schulen aufwachsen.

Wir sagten ja, Galata ist immer differenziert gewesen. Teilte nicht einmal dasselbe Schicksal mit den anderen Teilen von Istanbul. Nachdem der Balkankrieg angefangen hatte, Istanbul sowohl ins Elend als auch in politischen Aufruhr hinein rollte, wird Galata die glorreichsten Perioden seiner Geschichte erleben. Durch den Zufluss des Kriegsreichtums vom ersten Weltkrieg auf der einen Seite und auf der anderen Seite durch die Einsiedlung der von der Oktoberrevolution geflogenen Weißrussen wurde Beyoglu noch lebhafter. Das Unterhaltsame Leben wird noch aktiver. In der Zeit in dem Istanbul unter Besetzung leidet, wurde diese Ortschaft ein Platz, der die Besetzungskräfte bewirtschaftet und unterhält. Aber am Anfang der Gründung der Türkischen Republik der Glanz der Levantiner ging nach und nach verloren.

ÜSKÜDAR

Liegt auf der anatolischen Seite am Anfang der Bosporus. Obwohl der geschichtliche Üsküdar zwischen Salacak und Pasalimanı lag; wuchs er von Tag zu Tag wie alle anderen Ortschaften von Istanbul. Heutzutage ist er östlich mit Ümraniye, südlich mit Kadiköy und nördlich mit Beykoz benachbart.

Üsküdar ist, in der ottomanischen Zeit nach Galata und Eyüp an Istanbul gebundene dritte mit Kadilik (richterlich) verwaltete Ortschaft. Unter dieser, nicht nur geographische, sondern auch kulturelle Differenziertheit vertritt Üsküdar anatolischen und anatolisch-türkische Islam Bräuche. Vor allem ist Üsküdar schon aus geographischer Sicht Anatolien. Liegt auf den, durch das Wasser vom Bosporus gekennzeichneten Grenzen. Auch demographisch ist es Anatolien. Nachdem es im Jahre 1352 durch Orhan Gazi erobert wurde, ließen sich von Anatolien kommende, mohammedanische Völker in Üsküdar nieder. Diese Einwanderung aus Anatolien wurde in der Zeit von Fatih Sultan Mehmed beschleunigt. Der berühmte, im 17 Jahrhundert gelebter Wanderer Evliya Celebi erzählt, dass in Üsküdar 70 Bezirke mit mohammedanischem Volk gibt, außer einem kleinen Teil davon die Mehrzahl aus Anatolien eingewanderte sind, dazu noch 11 Bezirke mit griechischem und jüdischen Volk bewohnt wird und keine Europäer in diesem Ort leben hätten. Dieser demographische Bau hat Üsküdar vom kosmopolitischem entfernt und sowohl ethnisch als auch kulturell noch mehr homogenisiert.

Außer diesen ist Üsküdar, der Teil von Istanbul, der die kleinste Verbindung nach Anatolien hat. Bis zur Gründung der Bahnstrecke gegen Ende des 19.Jahrhunderts war Üsküdar die Zentrale für den Handel mit Anatolien.

Zugleich ist Üsküdar der Anfangspunkt des Handels mit Iran und Armenien. Händler aus Iran und Armenien mit ihren Handelskarawanen trafen sich in Üsküdar. Daher war Üsküdar speziell in den 16. und 17 Jahrhunderten eine ganze Handelsstadt.

Trotzdem ist Üsküdar immer bescheiden und ruhig. Hielt sich immer von Aufmachung und Prunk zurück. Seine Häuser, Straßen sind einfach, sehen aber elegant und gepflegt aus. Der älteste und größte mohammedanischer Friedhof Karacaahmet erzählt dem Volk von Üsküdar das vergängliche von allem, zugleich aber auch die Schönheiten des Lebens. Daher ist Karacaahmet mehr wie ein Park, anstatt eines betrübten Ortes. Ein großer mit Zypressenbäumen bedeckter, im Menschen Behaglichkeitsgefühle erregender großer Park.

Üsküdar ist nicht nur ein Abschiedsplatz, in dem man sich von dem Leben ausscheidenden verabschiedet. Sondern die Pilger, die jedes Jahr zum pilgern verabschiedet wurden und die Legion Surre, die die Geschenke des Herrschers (Padischach) an die Sheriffs von Mekka und Medina bringen sollten wurden von hier verabschiedet. Daher ist es an Trennungen gewohnt… Er verabschiedet sowohl den Leichnam als auch die Pilger mit  Zeremonie….

Üsküdar ist der erste Teil von Istanbul, das durch die Ottomanen erobert wurde. Das ist sowohl der erste Schritt der als auch der Bote dieser Eroberung… Ein Jahrhundert und ein Jahr blieb Üsküdar getrennt von seinem auf der anderen Seite befindlichem Teil. Endlich aber im 1453 beıbachtet er mit vergnügen die Eroberung, die Wiedervereinigung…

Das kühle Wasser von Marmara ist nicht mehr der Grund der Trennung, sondern ein Mittel des Erreichens. Wenn sie über dieser Gewässer nach Üsküdar gelangen, empfängt sie als erstes Kiz Kulesi (Mädchenturm). Eines der Symbole und der Schönheiten von Üsküdar ist dieser elegante Turm. Wenn sie am Ufer angelangt sind, heißt sie ein anderer eleganter Bau „Willkommen“. Das ist, von den Meisterhänden des (Architekten) Mimar Sinan geschaffener Mihrimah Sultan Moschee. Ein anderer, dem Platz auf dem sie stehen eine Schönheit verleihender Element, der Sultan Mehmet III. Brunnen wird ihre Aufmerksamkeit erregen. Die Schönheiten von Üsküdar ergreift sie noch bevor sie am Ufer sind und nachdem man am Ufer angelangt ist umgibt es ihn rundherum.
 
Wie alle anderen Plätze von Istanbul, hat sich auch Üsküdar zu heutiger Zeit sehr verändert. Speziell blieben von den Serails, die nach dem 18.JH am Ufer entlang gebaut wurden ist in unserer Zeit nichts übrig geblieben. Die grünen Hügel sind betoniert. Die Gassen in denen zweistöckige Häuser, mit gewölbten Gitterfenstern waren, sind noch sehr wenige bewohnt. Trotzdem konnte Üsküdar, diese ruhige anatolische Atmosphäre behalten.

EYÜP

Zusammen mit der Eroberung von Istanbul gegründeter erste ottomanisch-türkischer Wohngebiet. Liegt am südlichen Ufer vom Goldenen Horn, außerhalb der Staatsmauern. Seinen Namen bekam er vom Hz. Eyyub El Ensari, deren Grabmal sich hier befindet, dem Familienangehörigen des Propheten Mohammed.

Die entwicklung von Eyüp fing, gleich nach der Eroberung, zur Zeit der Umfassung von Istanbul durch die islamischen Armee im 7.JH, nach dem Aksemseddin Hazretleri in seinem Traum den Platz des Grabes der in Ehre gefallenen Eyyup El-Ensari Hazretleri gesehen und darauf ein Mausoleum und daneben eine Moschee gebaut wurde an. In der Zeit von Kanuni zeigte Eyüp eine große Entwicklung. In diesen Jahren wurde die Ortschaft mit Moscheen, Gebetshäuser, Religionsschulen, Schulen für Knaben, Brunnen, Stiftungsbrunnen, Hamams (Bäder), Armenküchen und Mausoleums ausgestattet, die Ufern dagegen wurden mit Strandvillen und kleinen Schlösschen geschmückt.

Das Mausoleum von Eyüp El-Ensari oder mit dem allgemeinen Ausdruck Mausoleum von  Eyüp Sultan Hazretleri, nimmt in dem Volksleben von Eyüp eine Zentrale Lage ein. Fast alle dieser Traditionen, wie der Besuche von Mausoleum, werden heute auch weitergeführt.

In der Ottomanischen Zeit war der aufmerksam erregende Tradition, nach der cülus (Thronbesteigung) Zeremonie, Schwertumgürtung der Herrscher in Eyüp Sultan. Diese Zeremonie trug, durch aussprechen von Gebetssprüchen und den Gebetsrituellen, eine religiös- seelische Charakteristik und erinnerte dem Herrscher die Bedeutung seines Ranges. Nämlich, der Erzbischof vom Leon Makelos Kloster, der sich in der byzantinischen Zeit hier befand, hatte das Recht und den Rang die Herrscher, Kommandeure und Aristokraten, die in den Krieg ziehen sollten, mit Schwert umzugürten und sie zu segnen.

Eine andere Eigenschaft, das der Eyüp Sultan Mausoleum dem Siedlungsgewebe von Eyüp brachte war, daß die Ottomanen, um der Person, der in diesem Mausoleum liegt, den sie als Evliyaullah (Heiliger des Gottes) und Sahabe (naher Angehöriger des Propheten) kennen, nah zu sein in Eyüp begraben werden wollen. Sowohl in der Ottomanischen Zeit als auch in den Jahren der Republik wählten neben den Bürgern aus dem Volk, auch sehr viele berühmte Leute als letzten Ruheplatz den Eyüp. Letztendlich wurden der Ortschaft eine mystische Atmosphäre  verleihende große Friedhöfe eröffnet. Die Friedhöfe in Eyüp stehen, mit den Grabsteinen die neben der Kunstwerthaltigkeit auch wegen den Überschriften Zeuge von Jahrhunderten wurden, wie ein Freiluftmuseum und erzählen uns die geschichtliche Sektion von Jahrhunderten mit trauriger Sprache. Die Zypressenbäume in diesen Friedhöfen betonen beinahe das ineinander gehen des Lebens und Todes.

Der alte Eyüp war neben diesen auch mit dem Eyüp Sultan Mausoleum, der  an Festtagen, religiösen Feiertagen von Menschen nur so überquellte, den Besuchen von neu Vermählten und zu Beschneidenden Kindern, den Fischern, die die leckeren und verschiedenartigen Fische vom Goldenen Horn verkaufen, seinen kühlen und süßen Wassern, den zum Goldenen Horn schauenden Ausflugsorten mit schönen Ausblicken, Blumenhändlerei, den Molkereien die den Milch und Rahmbedarf von Istanbul decken, Kaffees am Ufer und den Spielzeugläden berühmt. Die Spielzeughersteller von Eyüp waren unter der sinnlichen Führung von Eyüp Sultan Hazretleri, von dem geglaubt wurde, dass er Kinder sehr gern liebte, tätig und stellten Tonkrüge mit Pfeife, Windrädchen, Autos und Möbelzeuge aus Holz, Spielzeuge wie Schellentrommel-, kleine Pauken, Pfeifen und speziell „Schnarren“ her. Nachdem am Ende des 19. Jahrhunderts das Gebiet für Industrieanlagen freigegeben wurde und nach der Vermehrung der über Nacht gebauten unerlaubten Häuser in den 1960’ern wurde fast das ganze dieser traditionalen Gewebe verloren gegangen.

 


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